Während des Fastens spielen Getränke eine zentrale Rolle: Sie liefern Flüssigkeit und können den Fastenprozess aktiv unterstützen. Kräutertees sind dabei vielseitige Begleiter – sie regen die Ausscheidung an, lindern typische Fastenbeschwerden und bringen Abwechslung. Hier sind fünf bewährte Tees für die Fastenzeit.

Warum Trinken beim Fasten so wichtig ist

Im Fasten scheidet der Körper über Nieren und Darm vermehrt Wasser und Mineralstoffe aus. Ausreichend zu trinken beugt Kopfschmerzen, Kreislaufschwäche und Verstopfung vor und unterstützt die innere Reinigung. Warme Tees haben dabei einen doppelten Vorteil: Sie wärmen – im Fasten friert man leichter – und füllen den Magen, was Hungergefühle dämpft. Wichtig ist die Balance: stark entwässernde Kräuter nicht im Übermaß, und bei längeren Fasten gelegentlich eine kräftige Gemüsebrühe für die Mineralien.

1. Brennnesseltee – der Klassiker

Brennnessel regt die Nierentätigkeit an und unterstützt so die Ausscheidung. Sie liefert Mineralstoffe wie Eisen, Kalium und Kieselsäure und wirkt leicht basisch.

Zubereitung: 2 TL getrocknete Blätter mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen. 3–4 Tassen täglich, am besten warm. Ein Spritzer Zitrone oder frische Minze runden das Aroma ab.

2. Löwenzahnwurzeltee – der Leberfreund

Die bittere Löwenzahnwurzel regt Gallenproduktion und Fettverdauung an und wirkt mild abführend – hilfreich bei fastenbedingter Verstopfung.

Zubereitung: 1–2 TL geschnittene Wurzel in 250 ml kaltem Wasser aufkochen, 10–15 Minuten köcheln lassen. 2–3 Tassen täglich.

3. Pfefferminztee – gegen Hunger und Unwohlsein

Pfefferminze beruhigt den Magen, lindert Hungergefühle und hilft bei leichter Übelkeit oder Kopfschmerzen in den ersten Fastentagen. Abends besser meiden, da sie anregend wirken kann.

4. Ingwertee – der Wärmende

Ingwer fördert die Durchblutung, wärmt von innen und kann Übelkeit lindern. Ein paar frische Scheiben mit heißem Wasser übergießen und ziehen lassen.

5. Fencheltee – der Sanfte

Fenchel wirkt entkrampfend und gegen Blähungen – besonders angenehm in der Aufbauphase, wenn die Verdauung wieder anläuft. Mehr dazu unter Fastenbrechen leicht gemacht.

Welcher Tee zu welcher Tageszeit?

Ein einfacher Rhythmus hilft: Morgens passen anregende, entwässernde Tees wie Brennnessel oder Löwenzahn. Über den Tag sorgen Ingwer (wärmend) und Pfefferminze (gegen Hunger) für Abwechslung. Abends sind beruhigende, entkrampfende Sorten wie Fenchel oder Kamille ideal, während Pfefferminze und Ingwer wegen ihrer anregenden Wirkung dann besser pausieren. Wer mehrere Sorten kombiniert, bekommt ein breiteres Spektrum an Pflanzenstoffen – und es bleibt geschmacklich abwechslungsreich.

Worauf du achten solltest

Tees immer ungesüßt trinken und über den Tag verteilen. Insgesamt sind 2,5 bis 3 Liter Flüssigkeit täglich sinnvoll – Tee ergänzt Wasser, ersetzt es aber nicht. Bei Vorerkrankungen oder Medikamenten kann es Wechselwirkungen geben; im Zweifel ärztlich abklären.

Fazit

Die richtige Teeauswahl macht die Fastenzeit angenehmer und unterstützt Niere, Leber und Verdauung. Probiere aus, welche Aromen dir guttun – Abwechslung hält die Motivation hoch.

Quellen & Weiterführendes

Auf dem Friedrichshof

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme halte vor dem Fasten ärztliche Rücksprache.