Vitamin D ist das einzige Vitamin, das der Körper selbst herstellen kann – mithilfe von Sonnenlicht. Gerade im Sommer ist das eine gute Nachricht. Doch zwischen Mangel im Winter und Sonnenbrand im Hochsommer liegt ein schmaler Grat. Wie viel Sonne reicht wirklich, und wann lohnt ein Präparat?

Warum Vitamin D so wichtig ist

Vitamin D ist an Knochengesundheit, Immunfunktion und Muskelkraft beteiligt und wird auch mit der Stimmung in Verbindung gebracht. In nördlichen Breitengraden wie Deutschland ist ein Mangel weit verbreitet – vor allem im Winterhalbjahr, wenn die Sonne zu flach steht, um in der Haut nennenswert Vitamin D zu bilden.

Die Sonne als Hauptquelle

Den größten Teil deckt der Körper über die Haut: Treffen UVB-Strahlen auf, bildet sie Vitamin D. Im Sommer genügen dafür oft schon wenige Minuten Mittagssonne auf unbedeckten Armen und Beinen, mehrmals pro Woche. Wie lange genau, hängt von Hauttyp, Tageszeit und Jahreszeit ab – hellere Haut bildet schneller, dunklere braucht länger. Wichtig: Durch Fensterglas oder dicke Kleidung funktioniert es nicht.

Der Sommer-Spagat: Sonne und Hautschutz

Genau hier wird es knifflig, denn dieselbe UV-Strahlung, die Vitamin D bildet, erhöht auch das Hautkrebsrisiko. Der vernünftige Mittelweg: kurze, ungeschützte Sonnenphasen für die Vitamin-D-Bildung, danach Schatten, Kleidung oder Sonnencreme – und vor allem nie bis zum Sonnenbrand. Ein Sonnenbrand bringt kein zusätzliches Vitamin D, nur Schäden.

Wann ein Präparat sinnvoll ist

Im Winterhalbjahr, bei wenig Aufenthalt im Freien oder in Risikogruppen (ältere Menschen, dunkler Hauttyp, bestimmte Erkrankungen) kann ein Vitamin-D-Präparat sinnvoll sein. Statt blind hoch zu dosieren, lohnt es sich, den Blutwert (25-OH-Vitamin-D) bestimmen zu lassen und die Dosis individuell anzupassen. Mehr zu sinnvollen Präparaten unter Supplemente im Check.

Mehr als Sonne

Über die Ernährung lässt sich nur ein kleiner Teil decken – fetter Fisch ist die beste Quelle. Als Mitspieler braucht Vitamin D zudem ausreichend Magnesium. Den Löwenanteil aber macht im Sommer schlicht der bewusste, maßvolle Aufenthalt im Freien.

Fazit

Im Sommer ist die Sonne der einfachste Vitamin-D-Lieferant – kurze, regelmäßige Sonnenphasen ohne Sonnenbrand genügen meist. Im Winter oder bei Mangel hilft ein Präparat, am besten nach Messung des Blutwerts. So nutzt du die warme Jahreszeit, ohne die Haut zu überfordern.

Quellen & Weiterführendes

Auf dem Friedrichshof

Hinweis: Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Vor einer höher dosierten Vitamin-D-Einnahme den Blutwert bestimmen lassen und ärztlich abklären – zu viel kann schaden.