Detox-Tees und Mineralerden versprechen, Leber und Niere zu „reinigen“. In Der neue Fasten-Code und dem Detox-Kapitel wird klar: Die Organe entgiften selbst – wenn man sie nicht stört. Statt Marketing hilft gezielte Unterstützung aus Lebensstil und belegten Pflanzenstoffen.

Leber: Chemiefabrik ohne Kur-Mythos

Die Leber baut Stoffe um, macht sie nierengängig oder leitet sie über die Galle ab. Enzyme der Cytochrom-P450-Familie spielen dabei eine zentrale Rolle. Was laut Buch wirklich hilft:

  • Kaffee – ab etwa zwei Tassen täglich sind günstige Effekte auf die Leberfunktion beschrieben, auch bei Fettleber und alkoholbedingten Schäden.
  • Selen und Zink als Cofaktoren – am besten nach Blutanalyse, nicht blind hochdosiert.
  • Mariendistel und Artischocke – mit Studien zu verbesserten Leberwerten und -funktion.
  • Capsaicin (Chili) – in Experimenten leberschützend; eine Prise in Tee oder Kaffee reicht als Impuls.

Was nicht hilft: Zeolith, Bentonit und ähnliche „Entgifter“, die unspezifisch binden und teils schwermetallbelastet sind. Ausführlich: Detox ist Irreführung.

Niere: Filter schützen statt durchspülen

Alles, was den feinen Gefäßen der Niere schadet, schränkt langfristig die Ausscheidung ein. Praktische Punkte aus dem Buch:

  • Bluthochdruck und Diabetes ärztlich behandeln
  • Nicht rauchen; Vorsicht bei Muscheln/Tintenfisch und alten Wasserleitungen (Schwermetalle)
  • Schmerzmittel wie Ibuprofen/Diclofenac nicht zur Dauerroutine machen
  • Salz reduzieren, Kräuter nutzen
  • Extreme High-Protein-Diäten können belasten – beim strengen Fasten ist etwas Eiweiß gegen Muskelabbau hingegen oft sinnvoll
  • Beim Fasten 2–2,5 Liter trinken (Wasser, Tee, Kaffee) – mehr hilft nicht mehr

Harnsäure steigt beim Gewebeabbau; ausreichend Flüssigkeit unterstützt die Ausscheidung. Dauerhaft hohe Spiegel können die Niere belasten.

Fasten und Entgiftung zusammengedacht

Abführen spült fettlösliche Schadstoffe nicht aus dem Fettgewebe. Ein gesundes Mikrobiom metabolisiert Toxine mit – aggressive Darmreinigung schwächt genau diese Kapazität. Deshalb: Organe und Darmflora schonen, nicht „leer fegen“. Siehe Fasten ohne Glaubersalz.

Weiterlesen zum mikrobiomfreundlichen Fasten

Auf dem Friedrichshof

Am Friedrichshof verbinden wir Fasten mit Natur, Bewegung und klarer Begleitung – mikrobiomfreundlich und ohne Glaubersalz. Entdecke unser Fastenwandern im Müritz-Nationalpark, Scheinfasten oder das Longevity-Retreat.

Weiterführende Quellen

Hinweis: Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine medizinische Beratung.