Theorie hilft wenig ohne Tagesstruktur. In Der neue Fasten-Code skizzieren Axt-Gadermann und Katzera einen exemplarischen Fastentag für Kuren bis etwa einer Woche – mikrobiomfreundlich, ohne Glaubersalz, mit Kaffee, Ballaststoffen, Öl und Bewegung. Du musst ihn nicht 1:1 kopieren; er zeigt, wie sich die Bausteine sinnvoll reihen.
Grundregeln für den Tag
- Keine aggressive Darmreinigung
- Zwei Liter Flüssigkeit (Wasser, Tee, Kaffee)
- Kalziumreiches Mineralwasser (mind. ca. 300 mg/l), wenn möglich
- Mindestens eine Stunde Bewegung
- Süßstoffe meiden
- Abends kein koffeinhaltiger Kaffee mehr, wenn der Schlaf zählt – entkoffeiniert ggf. noch ok
Morgens
Eine Tasse schwarzer Kaffee, optional mit einem Löffel kalt gepresstem, möglichst polyphenolreichem Olivenöl (je stärker es im Mund „kratzt“, desto mehr Pflanzenstoffe). Dazu Wasser und grüner Tee nach Belieben. Eine Portion Ballaststoffe – z. B. ½ bis 1 Esslöffel oder Kapseln – immer mit ausreichend Flüssigkeit, langsam gesteigert.
Vormittag: Bewegung
Längere Einheit: Spaziergang, Yoga, Radtour oder gezieltes Muskeltraining. Bewegung leert Glykogenspeicher schneller, fördert Autophagie und begrenzt Muskelverlust – derselbe zelluläre Nutzen wie Fasten, plus Fettverbrennung der freigesetzten Fettsäuren.
Mittag: optionaler Fastensnack
Beim strengen Wasserfasten entfällt das Mittagessen. Viele Heilfastenkuren planen kleine Snacks mit 200–300 kcal ein – idealerweise wieder „abgegangen“. Beispiele aus dem Buch:
- 250 g Naturjoghurt oder 500 ml Buttermilch + Ballaststoffe + 1 EL Weizenkeime (Spermidin)
- Grüner Salat mit Essig, Öl, Kräutern + 100 g Kichererbsen oder Kidneybohnen
- Eine Handvoll Mandeln oder Erdnüsse (Häutchen mitessen)
- 100 g fettarmer Mozzarella mit Tomate, Basilikum und Olivenöl
Optional: Synbiotika (Pro- + Präbiotika) zum Essen; weitere Ballaststoffe nur nach Verträglichkeit. Bei Fruktoseintoleranz kein Inulin.
Nachmittag
Falls morgens noch nicht aktiv: zweite Bewegungseinheit. Danach bewusst Entspannung – Musik, Meditation, angeleitetes Training. Fasten ist Stress für den Organismus; Doppelstress mit Dauererreichbarkeit schwächt den Nutzen.
Abends
Schlafhygiene: kein Koffein mehr. Kräutertee (Baldrian, Melisse, Lavendel) ist erlaubt. Wer sehr hungrig ist: Mandeln/Erdnüsse oder ein Glas Buttermilch/Naturjoghurt mit etwas Öl. Optional koffeinfreier Kaffee vor dem Schlafen, um nächtliche Zellregeneration zu unterstützen.
Länger als eine Woche?
Der Vorschlag gilt für bis zu etwa sieben Fastentage. Bei längeren Kuren braucht es zusätzliche Nährstoffe und Eiweiß – und fachkundige Begleitung. Mehr zu den Signalstoffen: Fastenimitatoren. Zu Ballaststoffen und Synbiotika: Synbiotika & Ballaststoffe beim Fasten.
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Auf dem Friedrichshof
Am Friedrichshof verbinden wir Fasten mit Natur, Bewegung und klarer Begleitung – mikrobiomfreundlich und ohne Glaubersalz. Entdecke unser Fastenwandern im Müritz-Nationalpark, Scheinfasten oder das Longevity-Retreat.
Weiterführende Quellen
- Michaela Axt-Gadermann & Johanna Katzera: Der neue Fasten-Code, Südwest Verlag / Penguin
- Hochschule Coburg: Modernes Fasten & Mikrobiom
- Autophagie aktivieren
Hinweis: Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine medizinische Beratung.